[Annotatie]: Dieser Band enthält Borges' Gedichte aus zweieinhalb Jahrzehnten: aus der Zeit, in der er seine großen Essays und Erzählungen schrieb und sich in Lyrik und Prosa vom Avantgardisten zum Klassiker entwickelte. Die thematische Breite dieser oft erzählenden Gedankenlyrik, die vom freien Versüber das Sonett bis zum Volkslied reichenden Formen und vor allem der in Lyrik und Prosa unverwechselbare Tonfall erweisen den einzigartigen Rang auch des Lyrikers Jorge Luis Borges. Die Einzelbände :Der Andere, der Selbe9 und :Für die sechs Saiten9 liegen hiermit erstmals vollständig in einer zweisprachigen Ausgabe vor.[Flaptekst]: Borges war als Essayist ein Erzähler und als Erzähler ein Dichter. Wie kein anderer Autor des 20. Jahrhunderts wechselte er die Gattungen und Formen, um schließlich doch nur ein Labyrinth zu zeichnen: das seines Werkes. In Gedichten von »Die zyklische Nacht« finden wir Hymnen an seine Heimatstadt Buenos Aires, Liebeserklärungen an den Tanz und die Milonga, Hymnen an die Nacht und ihre Geisel, die Schlaflosigkeit, sowie Widmungen an die großen Meister und Doppelgänger im Geiste. Die Gedichte aus mehr als drei Jahrzehnten spiegeln seine Entwicklung von einem Avantgardisten zum Klassiker der lateinamerikanischen Literatur. »Die Dichtung ist ein mysteriöses Schachspiel, dessen Brett und dessen Figuren sich wie in einem Traum verändern, und über das ich mich beugen werde, nachdem ich gestorben bin.« Jorge Luis Borges